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GRIP GEARHEADS: Bastian Knolle und sein BMW M6 F13

Mit dem BMW M6 erfüllte sich Bastian Knolle einen Traum. Beim Tuning achtete er darauf, dass alles edel und dezent bleibt – kein Spoiler, feinste Details und alles perfekt aufeinander abgestimmt

Es ist einfach das ideale Auto für ihn. Bastian Knolle liebt Roadtrips, macht gern Touren mit dem Sportwagenclub „Fast-Club“, das heißt Fahrten über 2000 km und mehr in sechs Tagen. Und dafür hat er jetzt das perfekte Auto gefunden: den BMW M6. „Der ist edel, bietet viel Platz und ist der perfekte Grand Tourer mit auch genügend Leistung. Ich brauche nun mal Kofferraum und Snackbox!“, erklärt Bastian Knolle. Gerade war er mit ihm 10 Tage in Norwegen unterwegs.

Der studierte Informatiker hatte 2011 erst einen BMW M3, welcher leicht modifiziert für Straße und Track abgestimmt wurde und das übliche KW Fahrwerk und Abgasanlagen-Tuning bekommen hatte. Nichts Extremes, eher dezent, bis auf den Sound des Achtzylinders.

Sein Traum war allerdings der damalige M6 – lang, schön und breit. Diesen Wunsch erfüllte sich Bastian schließlich als er den M6 Competition mit 600 PS bestellte



























































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Vom Werk aus wurde das Interieur mit allen Carbon-Details, Lenkrad, Schaltknauf, Leisten und sämtlichen M Performance Parts ausgestattet. Außen bestechen neben dem Dach der Diffusor und der Heckspoiler aus Carbon, wie auch die M Performance Abgasanlage, eine Akrapvovic Titan Abgasanlage mit X-Pipe und Downpipes ab Werk. Für damalige Verhältnisse war das absolut genial, da sie schließlich somit auch gleich den Hersteller-TÜV hatte. Als Außenfarbe wählte Bastian das elegante „Singapur Grey“. Umso auffälliger dagegen ist die Innenausstattung mit „Sahkir Orange“. Bastian hinterließ bei seinem M6 nichts dem Zufall. Bereits am zweiten Tag mit dem M6 wurden schon KW Gewindefedern verbaut, um erst mal das DDC (Dynamic Damping Control) zu erhalten. Und die 20 Zöller und die dezente Tieferlegung sahen schon mal nicht schlecht aus.

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Doch Bastian begann, sich immer mehr für Tuningshows zu interessieren. 2019 bestellte er bei ExtremeCustoms Germany in Gerolzhofen 3-teilige Vossenfelgen in 21 Zoll. Diese wurden an die Bremsanlage (Keramik), die Reifen (265/305) und das Fahrzeug angepasst. Es ging somit von den serienmäßigen 20 Zoll auf 21 Zoll hoch, die mit 10 kg noch recht leicht sind. Eine Maßschneiderung von Vossen. Einpresstiefe, Tiefbett sowie Innen- und Außenbett wurden an das Fahrzeug angepasst. Das Fitment wurde perfekt für eine extreme Tieferlegung ausgerichtet, die Fahreigenschaften sollten schließlich bleiben.

Nach der Felgenwahl wurde das Auto bei RWrap Design in Uetze mit „Avery Denisson Dark Grey in Satin Metallic“ überzogen, eine dezente Farbwahl für das an sich elegante Fahrzeug. Details wurden in Schwarz herausgearbeitet und die Carbonteile zum Schutz noch mit XPEL überzogen. „Die Farbe passt perfekt zur Innenausstattung in ‚Sakhir Orange‘ sowie zu den Felgen, die ja Eyecatcher sind“, so Bastian.

Ebenfalls bei ExtremeCustoms wurde ein Airforce Suspension Performance Luftfahrwerk mit einer AirLift 3P Steuerung verbaut. Dadurch sind Felgen, Farbe und das Fahrwerk in perfekter Harmonie.

„Ich finde den Wagen so schön edel. Das Tuning ist so dezent, kein Spoiler, total zeitlos!“, schwärmt Bastian. In diesem Jahr plant er, den Wagen bei der „Essen MotorShow“ zu zeigen. Und da kann er sich wahrlich sehen lassen…

Fahrzeugdaten BMW M6 F13

Modell: 2017
Motor: 4,3 l V8 Biturbo
Leistung: 640 PS, 750 NM
Getriebe: Automatik
Antrieb: Heckantrieb
L/B/H: 4.898 / 1.899 / 1.368
Gewicht: 1.930 kg
Beschleunigung: 0-100km/h in 3,7 sec, 100-200km/h in 7,0 sec
Höchstgeschwindigkeit: 305 km/h max

Text: Daniela Grunwald, Fotos: @lukas_ah & Bastian Knolle, Fotowerk44

GRIP GEARHEADS: Alexander Faust und sein BMW M4

Alexander Faust wollte seinen BMW M4 einzigartig machen… Ist ihm gelungen! Mit einem außergewöhnlichen Design und viel Gold

Das strahlende Weiß wird von den goldenen Akzenten noch getoppt, an den Felgen blitzt Chromgold und sogar der imposante Heckflügel ist damit noch auffällig verziert… Genau so wollte sein Besitzer seinen BMW M4 haben. Da es den Wagen schon in jeder Farbe und Ausführung gibt, wollte Alexander Faust einen, der aus der Masse heraussticht. Er wollte etwas Eigenes kreieren, was es so noch nicht gab. Jeder, der dieses Auto sieht, sollte wissen, wem es gehört. Beim Design war es dem gelernten Industriemechaniker wichtig, dass es elegant und zugleich auffällig und aggressiv aussieht. Mit viel Leidenschaft und einer genauen Vorstellung hat er seinen BMW M4 durchgestylt und einmalig gemacht.

Seitdem Alexander den Führerschein hatte, war er zum Autofan geworden. Nach der bestandenen Prüfung konnte ihn keiner mehr halten. Nachdem er sein erstes Auto, einen Opel Astra GT zu Schrott gefahren hatte, war klar, dass der nächste Wagen etwas noch Sportlicheres sein sollte. Nach Probefahrten mit Mercedes bis Audi hatte er sich in das Fahrgefühl von BMW verliebt. So wurde das zweite Auto ein BMW e90 320d. Es folgten weitere Autos, alles Modelle von BMW. Dann kam der M4 F82 auf den Markt. Und Alexander wusste, dass er den haben muss. Während seine Freunde am Wochenende am Feiern oder im Freibad waren, hat er gearbeitet, um zusätzlich Geld zu verdienen. Nachdem er ein Jahr gespart und jede Überstunde mitgenommen hatte, konnte er sich an seinem 23. Geburtstag den Traum endlich erfüllen.





















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Ihm war schon da klar, dass er seinen M4 nicht so stehen lassen möchte. „Ich wollte einen, den es so nur ein Mal gibt“, sagt Alexander. Das Konzept mit den goldenen Akzenten stand schnell. Und es war klar, dass es einer vom Baujahr zwischen 04/17 bis 06/18 sein sollte, weil er dann noch keinen OPF (Ottopartikelfilter) hat (schluckt schließlich Sound und Leistung), aber schon das zweite Facelift. Alexander fand einen vom Baujahr 05/17 mit 20.000 Kilometer, neuwertigem Zustand und aus erster Hand. Beim Kauf hat er gleich ein KW V3 Fahrwerk mitbestellen und einbauen lassen. „Die ersten Meter, die ich auf der Straße fuhr, war ich dem Asphalt gleich 4 cm näher“, so Alexander. Mit Freunden, die eine KFZ Ausbildung abgeschlossen hatten, begann er, an dem Wagen herumzuschrauben. Verbaut wurde ein dreiteiliger Carbon Diffusor, Seitenschweller-Ansätze, Frontlippe und Canards von Perl Carbon. „Ich habe mich bewusst für diese Teile entschieden, da mir die Optik sehr gut gefällt und alle Teile ein ABE haben. So hat man dann auch keinen Stress mit der Polizei, da Kontrollen natürlich Alltag mit diesem auffälligen Design geworden sind.“ Dazu kam der M4 GTS Heckflügel in Kombination mit der M4 GTS Carbon Motorhaube.

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Zu dem extrovertierten Design mussten natürlich auch passende Felgen her und so wurden es Z Performance 3.1, die er im selben Farbton wie die Chromgold-Folie pulvern ließ. Magnetische Kennzeichenhalter waren ein Muss für schöne, saubere Fotos. Die Bremsen ließ er in Wagenfarbe lackieren, weil ihm die blauen nicht auffällig genug waren. Leistungstechnisch fährt er aktuell eine Stage 2+ mit 560 PS und 830 NM. Zum Schluss wurden außen alle Chromteile wie Luftauslass am Kotflügel, Endrohre und BMW-Embleme in 24 Karat vergoldet, ebenso alle silbernen Innenraumleisten.

Als Nächstes möchte sich Alexander eine HJS Downpipe in Kombination mit der M Performance Abgasanlage zulegen sowie eine Eventuri Ansaugung, damit er in Zukunft eine Stage 3 fahren kann mit über 600 PS. Den Innenraum will er noch veredeln mit noch mehr Carbon und einem M Performance Lenkrad.  „Immer wenn man seine To-do-Liste abhakt, fallen einem noch weitere Sachen ein, die man haben will. Wie man immer so schön sagt, ein Projekt ist nie richtig fertig“, so Alexander. Im Urlaub war er schon fast drei Jahre nicht mehr. Denn seitdem er den M4 besitzt, steckt er jeden Cent und seine gesamte Freizeit in das Auto. Damit macht er allerdings nicht nur sich eine Freude. „Die Kinder in der Nachbarschaft sind ganz verliebt in den Wagen, freuen sich jedes Mal, wenn sie ihn und winken mir jedes Mal zu.“

Technische Daten:

BMW F82 M4

Baujahr: 2017
Motor: Reihe 6 Zylinder Twinturbo
Hubraum: 3.000 cm3
Leistung: 560 PS / 411 kW
Drehmoment: 835 Nm
L/B/H: 4.671 / 1.870 / 1.383 mm
Leergewicht: mindestens 1.570 kg
Beschleunigung: 0-100 km/h: 4.0 s, 100-200 km/h: 6,9 s
Top-Speed: mindestens 295 km/h
Antrieb: Hinterradantrieb

Text: Daniela Grunwald, Fotos: Alexander Faust

GRIP GEARHEADS: Ahmed Kacan und sein BMW M6

Das große M6 Coupé von BMW ist schon von Haus aus ein Hingucker. Der lila Lifestyle-Bomber von Ahmed Kacan legt noch eine Schippe drauf. Und das liegt nicht nur an der extravaganten Farbwahl

Lila, der letzte Versuch – schon mal gehört? Die Farbe braucht Mut, Lila, Violett oder trendig „Purple“ sind was Besonderes. Man trägt sie nicht einfach so, wer lila gewandet herumläuft, möchte aus der Masse hervorstechen und sich abgrenzen. Wer kein Kirchenfürst, ein dramatischer Sonnenuntergang oder ein Veilchen ist, ahnt, dass Lila nur selten in freier Wildbahn vorkommen. By the way: Jahrhundertelang war die Blau-Rot-Melange eine der kostbarsten Farben überhaupt. Sie musste mühsam aus gepulverten Purpurschnecken hergestellt werden und war nur für die Superreichen erschwinglich – was erklärt, warum das Tragen von lila Stoffen den Mächtigen vorbehalten war.





























































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Gut soweit. Ob Ahmed sich ebenfalls in lila Klamotten wirft, wissen wir nicht, nötig hat er es jedenfalls nicht: Sein BMW ist in der Aufmerksamkeitsskala ohnehin nicht zu toppen. Der Mann aus dem wirtschaftsstarken Dreieck Heidelberg-Mannheim-Ludwigshafen hatte schon immer ein Faible für die Bayernbomber mit dem Propeller. Obwohl sein gesamter Freundeskreis auf Mercedes und Audi setzt, arbeitete sich Ahmed unbeirrt im  weißblauen Spektrum hoch und landete nach 3er E46 und 5er E60 vor zwei Jahren beim M6, makelloser Zustand, 27.000 km, scheckheftgepflegt. Bingo! Reinsetzen und sich zuhause fühlen war eins, Ahmed mit damals gerade mal 23 Jahren war im siebten BMW-Himmel. Natürlich geht da aber immer noch was. Als gelernter Industriemechaniker und Autoschrauber aus Leidenschaft – sein Vater ist Kfz-Meister, in dessen Werkstatt Ahmed quasi groß wurde – ist man sozusagen prädestiniert, Gutes noch besser zu machen. Das Gedankenkarussel kam in Fahrt und die Tuningpalette wurde durchgecheckt. Fahrwerk? Ist ok. Motor? Auch ok, aber optimierungswürdig. Farbe? Mal sehen …

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Als erstes gönnte Ahmed seinem Schmuckstück härtere H&R-Federn, die das große Coupé noch satter auf die Straße ziehen. Dann ein Carbon Bodykit, Sportluftfilter und einen Sportkatalysator. On Top ein Stage-2-Kit von SL-Tuningsolutions in München, die sich auf die Leistungssteigerung per Chiptuning und Programmierung spezialisert haben. Das hats gebracht: Durch die Optimierung der Software im Motorsteuergerät wurde die Leistung auf 700 PS und 900 Nm gepusht, serienmäßig sind 560 PS und 680 Nm. Von Null auf Hundert sprintet das große Coupé in 4 Sekunden, die 200er-Marke ist in 6,6 Sekunden geknackt. Den Großteil des Feintunings hat Ahmed selbst übernommen, alles, was geht, erledigt er in Eigenregie in seiner Werkstatt. Natürlich nach gründlicher Recherche, mit viel Sachverstand und großer Umsicht, denn riskieren will er nichts: Nicht auszudenken, wenn der Motor des Boliden hochginge …

Nach dem Motto „Genug ist nicht genug“ schrie nun noch die Optik des Gran Coupé nach einem Upgrade. Hier war Ahmed erstmals unentschlossen, fest stand nur, dass eine neue Farbe für den unverwechselbaren Look sorgen sollte. Eher beiläufig blätterte er den Farbfächer beim Folienwerk Heidelberg durch – und da hat es ZOOOOOM gemacht! Bei Lila blieb er hängen, war total geflasht von dem satten Farbton und wusste: Das ist die 100%-richtige Farbe, sollen die anderen doch denken, was sie wollen.

Ahmed hats gewagt, die Folienhaut in deep Purple schmiegt sich lasziv an den BMW und bekam durch neongelbe Akzente die Krone aufgesetzt – mehr geht nun wirklich nicht. Die Reaktionen der erstaunten Verkehrsteilnehmer auf den „Leg dich nicht mit mir an“-Look geben dem Individualisten Recht: Daumen hoch, breites Grinsen, anerkennendes Kopfnicken sind ihm sicher. Als rücksichtsvoller Bürger hält Ahmed den Powermotor im Zaum, in der Stadt fährt er besonnen und kommt höchstens mal in freier Wildbahn den Wünschen seiner Fans nach: „Mach mal lauter!“ Obwohl er es locker könnte, fährt er mit seiner coolen Fuhre nicht auf den Track, er gondelt lieber ohne festes Ziel durch die Region und fordert allenfalls mal auf der Autobahn die volle Power ab. Und sonst? „Na ja, fertig ist man nie“, grinst Ahmed spitzbübisch, „eine Manhart Carbonhaube, ein M-Performance-Lenkrad und eine Akrapovič-Auspuffanlage sind noch in Arbeit.“

Und auch Ahmeds zweites Standbein braucht Zeit: Qualitativ hochwertige Pflegeprodukte, die er selbst getestet und für gut befunden hat. In Deutschland hergestellt, von ihm im eigenen Onlineshop vertrieben. Und unverwechselbar, da im einzigartigen Look. Sie ahnen es schon? Genau. Alles in Lila …

Instagram @ahi_m6,
www.ahim6.de

Technische Daten
BMW M6 Gran Coupé

Baujahr: 2017
Motor: V8 Turbo
Hubraum: 4.395 cm3
Leistung: 515 kW/700 PS
Beschleunigung: 0-100 km/h  in 4,0s
Vmax: 270 km/h
Drehmoment: 900 Nm
Antrieb: Hinterräder
L/B/H: 5.011 x 1.899 x 1.395 mm
Getriebe: 7-Gg. Doppelkupplung
Gewicht: 1.950 kg
Grundpreis 2017:  134.500 Euro

Text: Marion Kattler-Vetter, Fotos: Ahmed Kacan @ahi_m6

Reinkarnation des M3: BMW M3 E30 von Redux

Klassiker sehen gut aus, technisch sind sie aber von gestern. Wer damit nicht leben will, packt  neue Teile rein, ein paar geschmackvolle Anbauteile dran und fertig ist der Neo-Oldie, dessen Preis locker sechsstellig werden kann

Restaurieren und gleichzeitig modernisieren ist im Trend. Das macht sich auch die Mannschaft von Redux Leichtbau in London zunutze. Der deutsche Einschlag hat mit der Vorliebe des Firmenchefs Simon Lord für Straßenautos und Rennwagen aus dem Hause BMW zu tun. So knöpfte sich Redux den M3 aus der legendären E30-Baureihe vor. Den ersten M3 mit dem sagenumwobenen S14-Hochdrehzahl-Vierzylinder, breiten Backen und kantigem Design. Kurz: dem Kult-E30. Die meisten sind heute entweder in Sammlerhand und werden mit dem Schnupftuch gepflegt, oder sie sind verbastelte und verbrauchte Renner der frühen Tage. Genau um diese Autos auf Basis der ersten 2,3-Liter Modelle kümmert sich Redux. Die Autos werden bis auf die Rohkarosse zerlegt, chemisch entlackt und das blanke Metall aschließend auf die Richtbank gelegt Jeder Redux baut mit viel Carbon und verstärkten Teilen auf einer komplett gerichteten Karosserie auf, egal was das Basisfahrzeug in seinem früheren Leben durchstehen musste. Anschließen wird der Hubraum – wie damals in der Serie – auf 2,5 Liter vergrößert, dazu gibt es geschmiedete Kolben und besonders belastbare Pleuel.



































































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Auf Wunsch wird nicht nur die obligatorische BMW Motorsport Carbon-Airbox montiert, sondern auch eine Rennkurbelwelle, die den Gruppe A-Racern von BMW Motorsport entspricht. Derart gerüstet schafft der Restomod gut 9.000 Umdrehungen und an die 300 PS. Für Redux nicht genug. Sie bieten deshalb noch einen Turboumbau an: 387 PS drückt der Vierzylinder mit Zwangsbeatmung dann auf die Kurbel.

Auch um das sagenumwobene Handling hat sich Redux gekümmert. Wer den E30 kennt, der weiß, wie agil und sauber er fährt. Nach Maßstäben von 1988. Vielleicht sogar nach Maßstäben von 1998. Aber nicht mehr nach Maßstäben von 2020. In puncto Fahrwerksentwicklung, Reifenentwicklung und überhaupt kommt der alte BMW nicht mehr mit. Wenn man ihn aber komplett umbaut und auf den technischen Stand von heute bringt, wird er wieder  zu dem  großen Traum, der er Ende der Achtziger war. Redux montiert komplett neu konstruierte, teils aus dem Vollen gefräste Teile im Unterbau, Querlenker, Radträger, Stabilisatoren inklusive Anlenkung, selbst der Aggregateträger bekommt neue Anlenkpunkte für das Fahrwerk. Hinten gibt es komplett neue Schwingen mit geänderter Geometrie und einen neuen Hinterachskörper. Viel Arbeit, aber wenn das voll verstellbare Fahrwerk seine Stärken ausspielen soll und die Michelin Pilot Super Sport (oder Sport Cup 2, je nach Wunsch) bestmöglich unterstützen sollen, dann muss es eben sein.

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Innen gehts dagegen verhältnismäßig unspektakulär zu. Redux verspricht, auf jeden Kundenwunsch einzugehen und ihn in höchster Qualität auszuführen. Das Showcar hält sich eher zurück: Recaro Pole Positions in cognacbraunem Leder, dazu ein digitales Dashboard, das zwar nicht in den E30 passt, aber alle Infos auf einen Blick parat hält. Bügel und Käfige aller Formen und Farben sind ebenso verfügbar wie Audiosysteme, Feuerlöschanlagen und mehr.

Und der Preis? Redux Leichtbau plant, 30 M3 Restomods zu bauen und meldet sibyllinisch „je nach Ausstattung“. Es ist davon auszugehen, dass der Umbau bei rund 100.000 Euro liegt – ohne Spenderauto, versteht sich. Mit der entsprechenden Basis sind nach bis zu zwei Jahren Umbauzeit 150.000 Euro also schnell erreicht. Wir haben es ja gesagt: locker im sechsstelligen Bereich …

Text:Marion Kattler-Vetter, Fotos: drewphillipsphotography.com

TRACKTOOL: Laptime Performance BMW M140 LT

Kraftzwerg mit dicken Backen und Rennstreckenpotenzial – der BMW M140-LT ist eine echte Ansage

BMW 140i? Ein kleines Kraftpaket, o.k., aber doch nicht wirklich was zum Performen, oder? Ganz falsch. Nach einigen BMW, M-Fahrzeugen, Porsche und Exoten wie den Lotus Exige haben sich die Spezialisten für Tuning, Service und Motorsport von Laptime-Performance einen 1er BMW als neues Projekt vorgeknöpft. M140i. Drei Türen, sechs Zylinder, zwei heckgetriebene Räder, sechs manuell geschaltete Gänge. So weit, so gut.

Was bei den Umbaumaßnahmen im bayerischen Meisterbetrieb von Simon Eibl herauskam, nimmt jedem Zweifler den Wind aus den Segeln: Breit, geduckt, mit dicken Backen und auffälligem Lack zieht der Kleine alle Blicke auf sich und man fragt sich verwundert, ob das wirklich noch ein 1er BMW ist. Doch. Ist er. Zumindest die Basis. Allerdings hat der kompakte Münchner eine deutliche Verwandlung durchgemacht und präsentiert sich als aufgeblasener Macho mit dicken Backen. Ein Carbon-Breitbaukit ist Schuld an der Metamorphose, wurde aber nicht nur als Hingucker, sondern auch ganz dezent verbaut. So tragen Frontklappe und Dachhaut ebenso zur Gewichtsreduktion bei wie die Türverkleidungen, die Abdeckung der Rückbank und die Mittelkonsole: Auch diese Teile sind alle aus Carbon.





































































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Die Umbaumaßnahmen in Stichpunkten:

  • KW Competition 3A Rennsport-Fahrwerk
  • Fahrwerksteile wie Querlenker, Zugstreben, Spurlenker komplett umgebaut auf Uniball
  • Hinterachs-Träger starr gelagert
  • Drexler Sperre mit 65% Zug/Schub
  • AP Racing Bremsanlage Vorderachse
  • Laptime Endschalldämpfer Edelstahl (mit EG-ABE)
  • HJS Downpipe mit 300 CPSI Kat
  • Rennsport Zusatz-Wasserkühler von DO88
  • CAE Short Shifter
  • Schroth Profi II FE Gurte zusätzlich zu den individuellen 3-Punkt Gurten
  • Überrollbügel „GTS“
  • Leistungssteigerung von 340 auf 410 PS

Auch innen zeigt sich der Kraftzwerg deutlich schicker, RECARO PolePosition Sitze mit  Bezügen im Stil des BMW M3 E30 Sport Evo sorgen zusammen mit der mutigen Farbgebung in Porsche-Ultraviolett und gelben Akzenten für den Hinguckereffekt.

Dank des Laptime-Fahrwerksumbaus hält das Handling der schnellen Optik Stand. Der  M140-LT ballert wie auf Schienen durch die Kurven, wobei die Bremsanlage jederzeit zuverlässig für die nötige Verzögerung sorgt. Hinter den Leichtmetallrädern arbeitet vorn eine AP Racing 6-Kolben-Bremsanlage mit 372 Millimeter großen Scheiben. An der weniger belasteten Hinterachse bleibt es bei der Serien-Bremse, die lediglich aus optischen Gründen mit gelben Bremssätteln aufgewertet wird. Dass der Laptime-1er keine leeren Versprechungen macht, zeigen die Ergebnisse vom Nürburgring-Testlauf: Auf der Nordschleife wurde schon eine 7:22 BTG in den Asphalt gebrannt. Wie gesagt: Der M140i LT ist eine Ansage …

Fotos: Laptime Performance

RENNSTRECKEN-BAJUVARE: BMW M2 CS Racing

Die Test- und Entwicklungsphase des BMW M2 CS Racing biegt auf die Zielgerade ein: Im Rahmen der 24 Stunden von Daytona (USA) feierte der BMW M2 CS Racing seine Nordamerika-Premiere. Er soll die Erfolgsgeschichte, die der BMW M235i Racing und der BMW M240i Racing in den vergangenen Jahren geschrieben haben, fortführen. BMW Group Motorsport Direktor Jens Marquardt sagt: „BMW Rennfahrzeuge feiern bereits seit den 1970er Jahren in Nordamerika regelmäßig Erfolge und elektrisieren die Fans.“ Der nächste Auftritt: beim Saisonauftakt der TC America in Austin (USA). In dieser Serie kann der Rennwagen ab der Saison 2021 von Kundenteams eingesetzt werden.

Fotos: BMW GROUP


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