G-Punkt: Performmaster Mercedes-Benz G63 AMG

Der kantige Klassiker von Mercedes ist ein Dauerbrenner, der auch nach 40 Jahren nichts von seinem Charme verloren hat. Wer noch mehr Performance will, wird bei performmaster, dem schwäbisches Unternehmen, das sich ausschließlich dem Tuning von AMG Fahrzeugen verschrieben hat, gut bedient

Vor zwei Jahren wurde die G-Klasse runderneuert und hat mit 585 PS-Achtzylinder und 850 Nm im AMG G 63 ordentlich Feuer unterm Dach. Nicht genug? Bei Tuner performmaster gibt’s mehr: Leistungssteigerung auf 805 PS und 1020 Nm plus Vmax-Aufhebung. Möglich macht es das performmaster PEC Tuning-Modul mit neuester CAN-Bus Tuning-Technologie in Verbindung mit überarbeiteten Turboladern mit größerer Verdichter-Einheit und verstärkter Axiallagerung. Ergebnis: mehr Leistung, mehr Drehmoment und eine Endgeschwindigkeit bis zu 260 km/h durch die optionale Vmax Aufhebung. Dabei bleibt der Mercedes-AMG vollständig diagnosefähig, sämtliche Motorschutzfunktionen bleiben erhalten.

Betriebssicherheit steht für die Tuner aus Plüderhausen an erster Stelle: Das PEC Tuning-Modul wird erst bei ausreichender Betriebstemperatur des Mercedes AMG aktiv.

Die performmaster Vmax-Aufhebung arbeitet wahlweise bereits mit dem PEC Tuning-Modul inklusive Leistungssteigerung oder separat. In beiden Fällen wird immer parallel zum Seriensteuergerät des AMG G63 gearbeitet – ohne Eingriffe in das Hauptsteuergerät. Somit kann das Fahrzeug durch die Aufhebung der Vmax-Begrenzung das volles Leistungspotenzial ausschöpfen.

Die umfassende performmaster Motorgarantie steht der werksseitigen Herstellergarantie in nichts nach und gilt für Motor, Getriebe, Turbolader, Differential etc. bis 100.000 km oder 24 Monate ab Einbau. Ein fahrzeugspezifisches TÜV-Teilegutachten, das die Eintragung bei allen anerkannten Prüfstellen ermöglicht, ist bereits inklusive. „In unserem PEC Tuning-Modul vereinen sich 31 Jahren Erfahrung mit modernsten Tuning-Technologien, entwickelt auf einem Hochleistungsprüfstand, speziell für Supersportwagen wie Mercedes-AMG“, erklärt Geschäftsführer Udo Heinzelmann. Mehr zum Unternehmen unter

www.performmaster.de

Fotos: Performmaster

IRRE 540 PS ALS GESCHENK: Alfa Romeo Giulia GTA und GTAm

Die Italiener feiern 110. Geburtstag – mit einer so besonderen wie limitierten 540-PS-Giulia-Version in zwei Gewichtsklassen. Die Preise stehen jedoch noch nicht fest

Alfa Romeo feiert den 24. Juni 2020 mit einem außergewöhnlichen Geburtstagsgeschenk für powerwillige Kunden: Zum 110. Geburtstag der Marke bringen die Italiener einen abgespeckten und gestärkten Giulia Quadrifoglio namens Giulia GTA. Noch leichter und sportlicher wird die Variante GTAm.

Die drei Buchstaben GTA stehen für den italienischen Begriff „Gran Turismo Alleggerita“ – ein schneller Reisewagen in Leichtbauweise. Alfa Romeo verwendete dieses Kürzel erstmals bei der Giulia Sprint GTA von 1965. Die Ingenieure der Rennabteilung Autodelta hatten das Serienmodell Giulia Sprint GT stark überarbeitet, um ein Homologationsmodell für den Einsatz bei Tourenwagen-Rennen zu erhalten. Dazu ersetzten sie das herkömmliche Stahlblech für die Karosserie durch Aluminium. Dadurch und durch weitere Leichtbau-Modifikationen reduzierte sich das Leergewicht der Giulia Sprint GTA im Vergleich zum Großserienmodell von 950 auf rund 745 Kilogramm. Als nächstes nahmen sich die Techniker den 1,6-Liter-Motor vor. Beispielsweise durch Doppelzündung steigerte Autodelta die Leistung für die Straßenversion auf 115 PS. Bei den Rennversionen wurden sogar 170 PS erreicht.

Der Plan ging auf. Die Rennwagen wurden zu den erfolgreichsten Tourenwagen der späten 1960er und frühen 1970er Jahre. Alfa Romeo gewann unter anderem drei Titel in der Europameisterschaft. Die Giulia Sprint GTA wurde sprichwörtlich zum „Alltagsauto, das Rennen gewinnt“ und hatte damit großen positiven Einfluss auf das Image der Marke.

Im Lastenheft der Ingenieure standen beim jüngsten GTA ebenfalls Optimierung von Aerodynamik und Fahrverhalten sowie weniger Gewicht. Die Anbauteile sorgen nun für mehr Abtrieb.  Neu ist die Titan-Abgasanlage von Akrapovič mit in den hinteren Kohlefaser-Diffusor integrierten Endrohren sowie die 20-Zoll-Leichtmetallräder mit Zentralverschluss, die zum ersten Mal bei einer Limousine verwendet werden. Das Fahrverhalten optimierten die Ingenieure durch die um 50 Millimeter verbreiterte Spur an Vorder- und Hinterachse sowie durch neue Abstimmung von Federn, Stoßdämpfern und Fahrwerkslagern.

Unter der Motorhaube arbeitet der bewährte V6-Biturbo-Benziner mit 2,9 Litern Hubraum, der in der Giulia Quadrifoglio 510 PS leistet, jetzt aber 540 PS. Innen sind die Verkleidung aus Alcantara für die Armaturentafel neu, ebenso die Türen, das Handschuhfach, die Dachsäulen und die Mittelflächen der Sitze. Insgesamt ist die Giulia GTA 100 Kilo leichter als die Basis, unter anderem wegen Kohlefasereinsatzes bei Kardanwelle, Motorhaube, Dach, vorderer Stoßfänger, vordere Kotflügelverbreiterungen, den hinteren Kotflügelverbreiterungen und bei den Vordersitzen.

Bei der neuen Giulia GTAm gingen die Ingenieure außen noch einen Schritt weiter – zum Beispiel mit noch größeren Frontsplittern und einem Heckspoiler aus Kohlefaser. Der vermehrte Einsatz von Alu und Leichtkunststoffen sorgen für noch weniger Gewicht. Innen wird Alcantara noch großflächiger verwendet. Die hintere Sitzbank weicht einer Ablagefläche mit Helmhalter und Feuerlöscher, es gibt neue Türverkleidungen, Schlaufen statt Türgriffe und einen Überrollbügel. Hinzu kommen Sechspunkt-Hosenträgergurte von Sabelt. Die seitlichen und hinteren Fenster bestehen aus dem Polycarbonat-Kunststoff Lexan. Das Ergebnis: 1.520 Kilogramm, was ein Leistungsgewicht von nur 2,82 Kilogramm/PS bedeutet. So gelingt der Sprint mit Launch Control in 3,6 Sekunden.   

Die beiden Sondermodelle Alfa Romeo Giulia GTA und Alfa Romeo Giulia GTAm werden zusammen nur exakt 500 Mal gebaut. Alle Käufer erhalten ein spezielles Begrüßungspaket mit Accessoires und Zubehör sowie ein Fahrtraining bei der Alfa Romeo Driving Academy. Zwei Wermutstropfen: Die Fahrzeuge sind in Deutschland derzeit noch nicht bestellbar, und die Preise sind noch geheim…

Text: Roland Löwisch – Fotos: Alfa Romeo (FCA)

Horacio, gib mir fünf: Pagani Imola

Der Pagani Imola wird nur fünf Mal gebaut. Preis pro Stück: fünf Millionen Euro

Dass Horacio Pagani keine Mühe scheut, Skulpturen auf die Räder zu stellen, ist bekannt. Weniger bekannt sind seine Bemühungen, diese Kunstwerke auch ausgiebig zu testen, damit sie einen möglichen Rennstreckeneinsatz bestehen. Wie beim neuesten Wurf, dem Pagani Imola: Der wurde genau auf dieser Rennstrecke feingetunt, wobei er 16.000 Kilometer im Renntempo absolvierte – dreimal so viel wie bei einem Le-Mans-Rennen.

Das Chassis ist aus Carbon und Titan, die Aerodynamik vom Huayra adaptiert und deutlich verfeinert. „Die generelle Linienführung sowie die sichtbaren und nicht sichtbaren aerodynamischen Details von mobilen Finnen, Winglets und Deflektoren sind evident,“ sagt Firmengründer und Chefdesigner Horacio Pagani, der seine eigene Kreation nicht unbedingt als elegant ansieht. „Ich wollte ein effizientes Auto bauen, ähnlich einem Formel 1-Auto.“ In Sachen Sicherheit hat Pagani die Bodenfreiheit nochmal reduziert, um den Abtrieb zu erhöhen. Trotzdem soll sich das Auto auch auf unebenen öffentlichen Straßen sicher pilotieren lassen.

Dabei hilft auch ein System von elektronisch kontrollierten Stoßdämpfern, die es auch zulassen, die Front zu liften. Letztlich ist die Fahrwerkselektronik verbunden mit dem Motor, dem Differenzial und dem Getriebe. Apropos: ein „Smart Gas“ genanntes System reduziert die Schaltzeiten auf ein absolutes Minimum.

Beim Imola hat Pagani besonders auf Gewichtsreduzierung geachtet, dass in der Nutzung vom neuartigen „Acquarello light“, einem Lacksystem, gipfelt – es spart fünf Kilo im Vergleich zu normalem Lack. Weitere Verwendung von Carbon, Titan, Aluminium und Chrom-Molybdän sorgen für ein Trockengewicht von gerade mal 1246 Kilo.

Kein Wunder, dass der Sechsliter-AMG-V12 damit keine Mühe hat. Der leistet 827 PS und 1100 Nm. Ein Siebenganggetriebe wuchtet die Kraft auf die Hinterräder, riesige Brembos können die Energie wieder vernichten. Die Räder sind vorne 20 Zoll groß, hinten rollen 21-Zöller.

Fahrleistungen verrät Pagani nicht, aber die sind bei so einem Kunstwerk auch zweitrangig. Dafür nennt er den Stückpreis: fünf Millionen Euro plus Steuern. Es werden übrigens nur fünf Stück gebaut. Und alle fünf sind bereits verkauft….

Text: Roland Löwisch – Fotos: Pagani